Eine späte Erkenntnis, aber keine verlorene

Ich gebe es offen zu: In meinen Dreißigern und Vierzigern war Sonnenschutz für mich etwas, das man am Strand auftrug. Im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit oder beim kurzen Spaziergang? Da habe ich kaum daran gedacht. Das hat sich grundlegend geändert. Heute ist Lichtschutz ein fester und nicht verhandelbarer Teil meiner täglichen Routine.

Was UV-Strahlung langfristig anrichtet

Die Schäden durch UV-Strahlung zeigen sich oft erst Jahre oder Jahrzehnte später. Pigmentflecken, die ich heute an meinen Händen und meinem Dekolleté sehe, sind das Ergebnis von Sonnenstunden, die ich kaum mehr zuordnen kann. UV-A-Strahlen dringen tief in die Haut ein und schädigen Kollagen und Elastin. Sie sind auch an bewölkten Tagen und hinter Fensterglas aktiv.

Ab der Menopause wird die Haut dünner und der natürliche Schutzmechanismus schwächer. Das bedeutet: Die Haut ist verletzlicher gegenüber Lichteinwirkung als in jungen Jahren.

Der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Schutz

Für viele ist das immer noch unklar, also erkläre ich es kurz so, wie ich es verstanden habe:

  • UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand und spielen eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs.
  • UVA-Strahlen dringen tiefer ein, begünstigen die vorzeitige Hautalterung und sind ganzjährig und bei jedem Wetter vorhanden.
  • Ein guter Breitbandschutz deckt beide Bereiche ab.

Der Lichtschutzfaktor, der auf einem Produkt steht, bezieht sich in erster Linie auf den UVB-Schutz. Für den UVA-Schutz gibt es gesonderte Kennzeichnungen. Das ist ein Detail, das ich erst mit der Zeit verstanden habe.

Sonnenschutz in der Anti-Aging-Diskussion

Wenn ich Dermatologinnen und Dermatologen zuhöre, ist der Konsens eindeutig: Sonnenschutz ist die wirksamste Maßnahme gegen lichtbedingte Hautalterung. Nicht Seren, nicht teure Cremes, nicht besondere Behandlungen. Der konsequente Schutz vor UV-Strahlung hat den größten nachgewiesenen Effekt.

Wer über Anti-Aging spricht und dabei den täglichen Sonnenschutz weglässt, hat den wichtigsten Schritt noch nicht gemacht.

Das klingt vielleicht nüchtern, aber ich finde es auch befreiend. Es ist eine einfache, zugängliche Maßnahme.

Was ich heute anders mache

Ich trage Sonnenschutz nun täglich auf, auch im Winter und auch wenn ich die meiste Zeit drinnen bin. Ich trage ihn auf Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken auf, also überall, wo Haut der Umgebung ausgesetzt ist. Nach etwa zwei Stunden im Freien trage ich ihn nach.

Es hat eine Weile gedauert, bis sich das wie eine selbstverständliche Gewohnheit angefühlt hat. Heute vermisse ich es, wenn ich es vergesse, genauso wie ich es merken würde, wenn ich vergessen hätte, Zähne zu putzen. Der Vergleich klingt übertrieben, ist für mich aber genau richtig.